... nichts gutes drin! Kriminelle Mitarbeiter für kriminelle Strukturen?

Die Stadtwerke Leipzig. Ein weiteres Beispiel für Vetternwirtschaft in Leipzig?

Alleine mit Preiserhöhungen zu Lasten der Verbraucher ist der großzügige Umgang mit Geld bei den Stadtwerken Leipzig wohl nicht mehr auszugleichen. Also expandieren die Stadtwerke (als kommunales Unternehmen) und riskieren so ganz nebenbei ein paar Millionen Euro für einen "Polendeal". Bei Mephisto97.6 ist von 140 Mio Euro für die Danzinger Stadtwerke die Rede. Nachdem die Öffentlichkeit davon erfahren hat, will man nun die zu viel gezahlten 11 Mio Euro von der Stadt Danzig zurück haben. Als Beraterin bei diesem Deal fungierte übrigens die Lebensgefährtin eines hochrangigen Mitarbeiters der Stadtwerke Leipzig. Diese Beratung bekam Frau Eva-Maria Bennewitz natürlich auch honoriert (Quelle).

Aber was passiert noch so mit den Stromgebühren die an die SWL gezahlt werden? Zum Beispiel werden Abfindungen gezahlt. Nach 1,5 Jahren gibt es schon mal 785.300,00 Euro. Dass man da den Mercedes Benz 270CDI gleich behalten darf ist sicher Peanuts. Genau wie die Bezüge, die bis Ende April 2008 weiter gezahlt werden (Quelle). Also während Herr Severin bis 04/2008 von den Stadtwerken Leipzig bezahlt wird, ist er ab dem 1.01.2005 für die MVV Mannheim als Geschäftsführer tätig (Quelle). Welche Qualitäten diesen Menschen für die Mannheimer MVV so interessant macht bleibt wahrscheinlich ein wohlgehütetes Geheimnis. Ein Schelm ist wer hier schlimmes denkt oder gar Schweigegeld vermutet. Besonders da nur 3! von knapp 500 000 Einwohnern von dieser Großzügigen Sache wussten. Dass Herr Tiefensee einer von ihnen ist versteht sich von selbst. Es sollten auch nicht mehr erfahren, denn nun soll innerhalb der SWL der "Verräter" ausfindig gemacht werden. Einer sehr bedenklichen Durchsuchung der Computer von den Mitarbeitern hat der Betriebsrat bisher nicht zugestimmt (Quelle).

Besonders begehrt sind bei den Stadtwerken Leipzig offensichtlich Personen mit krimineller Vergangenheit. Trotz Untreue und Vetternwirtschaft wollte man Herrn KAMINSKI in die eigenen Reihen holen. Aber auch Herrn TSCHENSE wollte man in die eigenen Reihen bekommen. Trotz mutmaßlicher Vorteilsnahme im Amt und wiederholtes Fahren ohne Führerschein. Kriminelle Energie ist gefragt beim Energieversorger Stadtwerke Leipzig. (Quelle)

Die Stadtwerke Leipzig sind jedoch schon lange vor diesen Skandalen auffällig geworden. So wurden dem Kundendienst Bilder* zur Verfügung gestellt, die neben einem um 180° gedrehten Gaszähler auch die elektrische Hauptverteilung einer Pension zeigten. Hier war selbst für einen Laien zu erkennen dass der Strom vor dem Zähler abgezweigt wurde. Der gedrehte Gaszähler stellt eine potentielle Gefahr, nicht nur für die Gäste dieser Pension dar. Vom Schaden durch den jahrelangen Diebstahl ganz zu schweigen. Doch die Beziehungen, Faulheit oder Desinteresse haben wahrscheinlich geholfen diesen Vorgang in den Papierkorb umzuleiten. Ein Mitarbeiter dieser Pension zeigte mir ein paar Wochen später dass der Gaszähler immer noch gedreht war. Per eMail wurde nun auch die Chefetage der Stadtwerke Leipzig von den Bildern in Kenntnis gesetzt. Aber offensichtlich ohne Erfolg. Selbst nachdem ich bereits 2003 diesen Skandal veröffentlicht habe, interessierte sich niemand dafür. Lediglich die Wasserwerke haben in dieser Pension einen illegalen Brunnen trocken gelegt. Da Stromdiebstahl eine Straftat ist, sollte eigentlich der Staatsanwalt wegen Strafvereitelung und Beihilfe ermitteln. Aber was ist schon ein gedrehter Gaszähler und geklauter Strom gegen 11 Mio Euro. Es sind mal wieder die Manager, die trotz guter Gehälter den Hals nicht voll genug bekommen. Und wie bei Herrn Dr. Klockzin von der LWB sind Strafen für diese Typen eher unwahrscheinlich.

Aber die Stadtwerke Leipzig haben offensichtlich noch eine Möglichkeit gefunden ihre Einnahmen zu steigern. Auf Kosten der Leipziger Bevölkerung. Strom und Gaspreise steigen ins Unermessliche. Die Bitte um eine Anpassung der Abschlagszahlung (da die Wohnung vorläufig nicht mehr genutzt wird) beantwortet man mit Sperrung des Anschlusses. Die Inkassotante konnte eben nicht verstehen das man nach 2 Stunden Schlaf (Nachtschicht) nicht gewillt ist zur Bank zu fahren. Die Kosten für das Sperren sind ja auch viel angenehmer als der Verlust durch senken der Abschläge. In diesem Fall arbeiten die Stadtwerke natürlich mit den Gerichten zusammen - obwohl man doch die Justiz scheuen müsste wie der Teufel das Weihwasser.

Das man bei den Stadtwerken Leipzig lieber Personen beschäftigt die mit den Mantel des Schweigens besser klar kommen als mit Enthüllungen zeigt der Brief von Frau Bettina Hoelling (LINK). Also habe ich den Text überarbeitet, die alten Bilder herausgesucht und Quellen für die Inhalte verlinkt.

Lesen Sie hier ein paar Meinungen von Leipziger Bürgern zu den Stadtwerken Leipzig. (Link)

* eine Auswahl der Bilder finden Sie hier.