Vetternwirtschaft - auch in Halle/Saale blüht dieser Wirtschaftszweig

Im Jahre 2003 unterstützte unsere Firma ADS Sicherheit, das Ordnungsamt Halle bei der Absicherung des Laternenfestes. Ich überwachte mit Kräften des Ordnungsamtes die Zufahrt Riveufer unterhalb der Kröllwitzbrücke. Es bestand die eindeutige Anweisung nur Fahrzeuge mit entsprechender Sondergenehmigung passieren zu lassen. Dafür wurden wir mit entsprechender "Haltekelle" vom OA ausgerüstet. Etwa 50m vor unserem Kontrollpunkt war durch Verkehrszeichen die Einfahrt bereits verboten. Trotzdem rauschte am frühen Nachmittag der PKW Mercedes Benz SK-HV 666 auf uns zu und trotz Haltekelle und Uniform fuhr mich dieser nach meiner Meinung "verwirrte" Mensch, mit Papas Auto einfach um. Nachdem ich auf seiner Kofferklappe aufschlug, stoppte er nur kurz um uns mitzuteilen, dass wir ihn nicht anzuhalten hätten und uns eine Anzeige sparen können denn sein Vater klärt das schon. Da wir eindeutig als Kräfte des Ordnungsamtes zu erkennen waren handelte dieser also vorsätzlich. Also schilderte ich den Fall schriftlich dem OA Halle zur Weiterbearbeitung und musste in der Antwort leider erkennen, dass der Papa von dem Fahrer offensichtlich doch über dem Gesetz steht. Das OA sah keine Veranlassung den Sachverhalt weiter zu verfolgen. Und das obwohl von der Stadt Halle 3 Mitarbeiter Zeuge des Vorfalls waren. Das Rechtsamt und der Stadtrat wurden von mir informiert. Eine Reaktion erfolgte nicht. In Halle/Saale geht man also ganz offen mit solchen Dingen um – Sie werden unter den Tisch gekehrt.